Schweigepflicht

Der Sachverständige hat über die im Rahmen seiner Tätigkeit erlangten Kenntnisse Dritter Stillschweigen zu bewahren. Es ist ihm untersagt, diese Kenntnisse in irgendeiner anderen Art und Weise als zur Erstellung des Gutachtens zu verwerten.

 

Die Pflicht zur Verschwiegenheit umfasst alle Tatsachen, sofern diese nicht offenkundig sind. Auch die Tatsache seiner Beauftragung ist gegebenenfalls geheim zu halten. So dürfen Dritten nicht ohne weiteres auf Anfrage Auskünfte über den Inhalt oder Umstände der Gutachtenerstattung erteilt werden. Wenn z.B. Versicherungsgesellschaften, denen das Gutachten eines Sachverständigen vorgelegt worden ist, Rückfragen haben, ist das Einverständnis des Auftraggebers zur Auskunftserteilung einzuholen, wenn es  nicht aus den Umständen oder der Interessenlage unterstellt werden kann.

 

Diese Schweigepflicht gilt auch für alle im Betrieb des Sachverständigen mitarbeitenden Personen. Der Sachverständige hat dafür zu sorgen, dass die Schweigepflicht von den genannten Personen eingehalten wird.